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Das Gespräch

Erfurt 31.10.1998



Sowas passiert beim Cyber-Sex!
DocWölle, Farins remem-BÄR und Viola

Für 17.00 Uhr waren wir (Viola und ich - DocWölle) von Farin zum Interview in Erfurt in der Thüringenhalle eingeladen worden. Wir warteten den (vor der Halle deutlich hörbaren) Soundcheck ab und machten uns gegen 17.30 Uhr auf den Weg nach innen. Dank nicht vorhandener Backstage-Pässe scheiterten wir an de "normalen" Eingängen, fanden dann aber den Weg zum Nebeneingang. Auch dort ließ man uns 20 Minuten warten, bis gegen 18.20 uns Einlaß gewährt wurde. Da die Security die Tourmanagerin nicht fand, mußten wir sie halt selber suchen. Nachdem wir sie gefunden hatten saßen dann noch etwa 5-10 Minuten vor der Garderobe, wo zwei unterschiedlich wichtige Security-Leute sich uneins waren, was zu tun ist. Der Wichtigere (der uns offenbar nicht glaubte) verwehrte dem Unwichtigeren den Einlaß zur Garderobe, und so saßen wir erst ein wenig herum - gegen 18.45 kam Bela heraus, begrüßte uns und meinte "Was sitzt ihr denn hier herum, warum kommt ihr denn nicht rein?". Schulterzuckend verwiesen wir auf die Security ... Bela bedauerte, daß sie nur noch bis 19.00 Uhr Zeit haben und nahm uns mit rein. In der Garderobe stolperten wir erst über Rod, der dort irgendwie herumsaß und irgendwas mit sich machen ließ (Pediküre???), 7m und eine Tür weiter kam uns Farin entgegen, begrüßte uns und führte uns in einen etwa 10qm großen Raum, in dem drei Stühle, Tisch und Sofa standen.
Wir überreichten Farin sein Geburtstagsgeschenk (ein Stoffhund mit blau gefärbten Haaren und Ä-Rat-Tshirt, Slip und einer CD mit dem Ä-Rat-Song), bevor es losging.

(Farin und Bela sprachen am Anfang zunächst recht reines Hochdeutsch, später dann deutlich Berliner Dialekt. Viola hat berlinerisch im Blut, und ich bleibe beim ruhrgebietsgefärbten Hochdeutsch.)
Das Gespräch begann etwa um 18:45 und sollte eigentlich um 19.00 Uhr zuende sein - schließlich kamen wir um 19.15 aus der Garderobe erst heraus...

Manche Passagen sind unverständlich, da die Tonqualität der Aufnahme doch eher mäßig ist. Wir haben das ganze Interview zu zweit gegengelesen und geprüft, bei unsicheren Passagen haben wir das niedergeschrieben, was phonetisch paßt und einen Sinn ergibt. Trotzdem mögen uns kleinere Fehler entschuldigt sein.)


DocW: Ja, Viola. Frag was.
Vio: Ja, wie...??? Wer wollte denn hier was von wem?
DocW: Hm.. was stellen wir denn nun für Fragen.... [grübelnd und dann zu Farin:] Wir haben nämlich festgestellt, daß es wenig Sinn macht, sich nen Spickzettel zu machen, weil Ihr einen sowieso überrollt.
Farin: Das ist eigentlich nicht wahr. Normalerweise antworten wir immer auf anständige Fragen ganz zuvorkommend.
Bela: Also, worauf wir jetzt nicht antworten können, auch ob der Kürze der Zeit, ist: "Erzählt doch mal, was passiert ist." Weil eben - das kommt sehr oft vor in Interviews.
Vio: Erzählt doch mal, was so passiert ist.
Bela: Habe ich mir gedacht. Das wird dann auch sehr oft gesagt, wenn wir das am Anfang sagen.
Farin: Und warum heißen wir jetzt nochmal "Die Ärzte"? [lacht]
DocW: Werden Euch eigentlich immer dieselben Fragen gestellt?
Farin: Nee. [zieht mit dem rechten Zeigefinger dabei grinsend das Unterlid des rechten Auges herunter]
Bela: Vorhin ja, vorhin kam ein Interviewer, der hat auch gesagt........
Vio [unterbricht]: Wir haben gedacht, wir machen schnell, schreiben alles auf, und ihr braucht uns dann nur noch schnelle Antworten geben...[reicht Farin die ausgedruckte "HATELIST" von der offiziellen Ärzte-Homepage herüber]
DocW: [lacht]
Farin [grinsend]: Jaa, guut, äh ja..... [kleine Pause] Ihr habt das wirklich ausgedruckt, ich glaub' das gar nicht.
Vio: Na, Du mußt da auch oben auf den Knopf drücken [sie meint damit Netscape, Anm. d. A.]
DocW [zu Bela und Farin]: Na, wie lange spielt ihr denn eure Instrumente?
Farin [zu Vio]: Jaja. Schon gesehen.
DocW: Das wäre jetzt mal ne ernsthafte Frage
Farin: Jetzt ernsthaft? Wie lang wir unsere Instrumente spielen?
DocW: Ja.
Bela: Ich hab mit 14 angefangen, Schlagzeug zu spielen.
Vio: Ich wollt gerade sagen.. ich will jetzt nicht hören, "Mitm dreiviertel Jahr hab ich angefangen"...
Bela: Nee... [lacht] nene.. also, mit 14 habe ich angefangen, Schlagzeug zu spielen, und zwar als Alibi für meine Schwester. Das ist ne lustige Anekdote übrigens. Ne aktuelle sogar. Hm.. meine Schwester, die war - wart mal - 13. Klar, meine Schwester war 13. Also habe ich mit 13 angefangen, Schlagzeug - das erste Mal Schlagzeug zu spielen. Als ich mit meiner Schwester zu ihrem damaligen, 17- oder 18jährigen Freund mitgegangen bin.. ..oder 19 war der sogar.. ..und dann wollten die GV haben... oben ... und da wollten sie mich natürlich nicht dabei haben... jetzt falschrum.. sie war NICHT 13!...
Farin: gut rausgeredet
Bela: ja, und dann hat sie... da wollte - Rolf hieß der, dieser Freund - der wollte dann... die wollten mich natürlich nicht dabei haben, ist ja ganz klar. Also, der hatte ne Band.....
Vio [unterbricht]: Warum nicht???
Bela: Weiß ich nicht. Ich hab mich mit 13 noch nicht so interessiert, meiner Schwester beim ficken zuzugucken, würde mich auch heute nicht interessieren....
Farin [lacht]
Bela: Okay, also ich hab da nicht nachgefragt. Ich bin auch mitgegangen, weil ich den Typen total klasse fand. Nicht, weil ich schwul war, sondern weil er nämlich in einer Schülerband gespielt hat, kurz bevor er von dieser Schule abgegangen ist, und Musiker war. Für mich super-faszinierend... als 13jähriger der erste Musiker, den ich kennengelernt habe. Also, der hat mich in den Übungsraum... das war das Haus seiner Eltern, die Eltern waren verreist.. hat mich dann in diesen Übungsraum eingeschlossen, hat mir was zu trinken hingestellt, und einen Kassettenrekorder mit Musik und hat gesagt: 'Kannst Dir ein Instrument aussuchen und kannst versuchen, dazu zu spielen .. zu diesem Kassettenrekorder.' Und dann habe ich mich ans Schlagzeug gesetzt und habe Schlagzeug gespielt. Und irgendwann, nach der ersten Nummer, ist der dann runtergekommen, und meinte, er hätte festgestellt, daß ich Talent habe und will sich dafür einsetzen, daß ich ein Schulschlagzeug, was halt im Musikraum stand, spielen dürfte. Das hab ich dann...
Farin: Deine Schwester war also gut.
[Alle lachen]
Bela: Keine Ahnung, er ist dann wieder hoch, und hat dann wirklich dafür gesorgt, hat mit dem Musiklehrer gesprochen. Der hat dann gesagt okay. Ich durfte dann halt ein..zwei Mal da proben, und irgendwann nach einem halben Jahr gab's auch einen Schlagzeugkurs. In den bin ich reingegangen dann mit drei anderen Leuten, und da bin ich dann aber nach einer Stunde rausgeflogen, weil ich also viel besser war, als die anderen und diese Schlagzeuglehrerin sagte, sie kann sich nicht auf verschiedene Level konzentrieren. Hat sie gesagt, sie möchte nur die anderen drei... ..die war richtige Schlagzeugerin auch, ausgebildete... also, die war richtig gut, die spielte auch in Bands und so ..., und die meinte dann halt 'nee..' - ich sollte das irgendwie einsehen. Und so habe ich dann angefangen, autodidaktisch Schlagzeug zu lernen und...
DocW: Hallo.
[Rod kam gerade zur Tür herein]
Bela: ...irgendwann, nach langem Betteln und so, haben meine Großeltern und Eltern zusammengelegt, hab ich ein Schlagzeug bekommen und so weiter. Und ich hab dann autodidaktisch sofort in einer Band Schlagzeugspielen gelernt.
Das Lustige ist halt nur, daß dieser Rolf, dieser Freund von meiner Schwester, daß ich den getroffen habe vor ein ein paar Wochen zufällig in München. Und zwar, als wir die Blue-Box-Aufnahmen für.. für das Schlagzeugerlied, Goldenes Handwerk, in München gemacht haben. Da arbeitete er für Pro7 als Techniker und stand bei uns am Set rum. Und da schließt sich der Kreis, weil, ein Lied über Schlagzeuger, das ich geschrieben habe, und bei ihm habe ich das erste Mal Schlagzeug gespielt. Das war, ich fand zumindest, ne relativ interessante Geschichte.

Farin: Geil!
DocW: Ja, hört sich gut an.
Bela [zu Rod]: Also, dich hat's nicht so interessiert, aber ihn.
[Vio lacht]
Farin: Mein Werdegang war ein bißchen einfacher. Ich habe eine Gitarre auf dem Spermüll gefunden, da war ich neun. Und da habe ich gesagt 'das will ich jetzt können'. Dann habe ich ein Jahr lang Gitarrenunterricht gehabt, von 10 bis 11, bei so einer alten Frau. Deren Hauptqualifikation war: sie war Gitarre-, Cello- und Klavierlehrerin und wohnte direkt gegenüber. Und sie hat mir dann beigebracht 'Stille Nacht, heilige Nacht'. Das war so: mit so einem kleinen Fußhöckerchen. [deutet Luftgitarre und den Fußhocker an und nimmt den rechten Fuß vom Boden]
DocW: Die Reinhard-Mey-Position...
Farin [wieder anständig sitzend]: Genau, und hab ich den Daumen rumgenommen, gab's gleich mit dem Lineal auf die Finger.
[Anm. d. A.: Beim Gitarrespielen sollte der Daumen (zumindest in der Lernphase) mittig unter dem Griffbrett plaziert sein, um einen sauberen Fingersatz zu ermöglichen. Verpönt ist die Position, wo die Hand bzw. der Daumen um den Git-Hals herumgreift und oben wieder die E-Saite drückt, da das zu unsauberem Spielen verleitet (zumindest beim Lernen)]
Und nach so einem dreiviertel Jahr bin ich dann angekommen und hatte so ein 'Beatles-Complete' dabei, und meinte so: können wir jetzt mal die da spielen? und da hat sie gesagt: nee, und dann bin ich gegangen.

Vio: Das ist aber auch Klassik.
Farin: Jaaa... das waren halt richtige Lieder und nicht irgendwie.... ja.. was wir da gespielt haben. Also, das war wirklich furchtbar. Ja. So war das bei mir.
Und dann habe ich noch eine Gitarre vom Sperrmüll gehabt, die war aber schon besser.

Vio: Willst Du noch eine vom Flohmarkt haben, ich habe nämlich zu Hause noch eine rumstehen.
Farin: Ne, naja, das war dann meine dritte, und meine vierte war ja dann auch schon aus einem richtigen Gitarrengeschäft. Und die fünfte....
Bela: ..nicht etwa von mir? [bezog sich auf die Gitarrengeschäft-Klampfe, Anm. d. A.]
Farin: Nene, das war ja viele Gitarren später.
Bela: Echt?
Farin: Ja. Dann hatte ich ja... meine erste Guitar war eine Hohner Halbakustik, meine zweite E-Gitarre war ein Fender Nachbau...
Bela: ..von Framus..
Farin: ..von Framus, genau.
Vio: Wieviele Gitarren bist Du denn jetzt alt?
DocW [lacht]: Mit welchem Alter wurdet Ihr geboren..?
Farin: Oh, ich schätze, 40 oder so. 40..50 Gitarren habe ich also schon besessen in meinem Leben.
Vio: Naja... bist bei uns ja genau richtig.
Farin [lacht]: Jedes Jahr eine.
Rod [lacht]
DocW: 40..50? Jedes Jahr eine????
Farin: Seit neun halt. Deswegen auch 40 oder mehr. [grinst]
Vio: Ich muß mal den Mathematikprofessor holen und noch mal fragen...
Farin: Jetzt, Rod, jetzt bist Du dran.
DocW [zu Rod]: Ja. Seit wann spielst Du Gitarre?
Rod [zu Vio]: Mathematik?
Farin [zu Rod]: Seit wann spielst Du welche Instrumente?
Rod: Mathematik hatte ich mal in der Schule...[lacht]
Farin: Auch bei Frau Golembeck?
Rod: Nee.. nee, da habe ich eine ganz hübsche Lehrerin gehabt.
Farin: Oah! .. Im Gegensatz zu mir..
DocW: Wie beneidenswert...
Farin: Wie läuft das mehr mit Deinem musikalischen Werdegang?
Rod: Achso. Mit vier Jahren habe ich die erste Geige gekriegt. [lacht] Nee.. angefangen mit Musik habe ich mit acht Jahren. Da hab ich nämlich Gitarre gespielt. Die von meinem Vater immer heimlich ausgepackt, und wenn er dann gutgelaunt von der Arbeit kam, lag die immer wieder auf dem Schrank rum. Und nach zwei Jahren hat er mich dann irgendwann erwischt.
Bela: Da warst Du groß genug.
Rod [lacht]: Da konnte ich zurückschlagen...... er wußte es schon die ganze Zeit, daß ich immer heimlich übe und so. Ja, und dann ein Jahr später hatte ich dann meine erste E-Gitarre. Ja, ich war so um die zehn.
Farin: Da mußte ich noch fünf Jahre warten.
Rod: Für 350 Mark, mit Verzerrer, von Schaller..... Dann hab ich versucht, KISS zu spielen.. das war halt irgendwie ziemlich schwer. Aber dann kam Punk-Rock, das war dann ziemlich einfach zu spielen.
[Alle lachen]
DocW: Ist schön, ne? [grinst gemein]
Farin [lachend]: Ja, das hat mich auch gerettet.
Rod: Dann gings steil bergauf..
Bela: Mein erstes Stück war von den Ramones was...
Farin: Nee, also das erste Gitarrensolo, was ich in meinem ganzen Leben rausgehört habe... hja.. Gitarrensolo... Gitarrenmelodie.. war 'wish you were here', diese Gitarrenmelodie: [singt diese Melodie von Pink Floyd an] Dü-de-dieee..dideldödie.. dödeldädööö.
DocW: Achso.
Farin: Da war ich ganz stolz. An 'my sweet lord' bin ich dagegen gescheitert.
Rod: Ich wollte immer das Solo von Queen spielen: 'keep yourself alive'.. [auch er trällert] dedel-de-de-deh.... ...
Farin: Na, ich schätze mal, jetzt kannst Du es, wa? [grinst]
Rod: Aber mehrstimmig kann ich's nicht... 12 Gitarren übereinander...
DocW [verwundert]: 12????
Rod: Ja, oder 200.. [lacht]
Farin: Ja, so war das. Und singen haben... Wir konnten beide von Anfang an eigentlich singen, soweit ich weiß.
Vio: Ach? Ja??
Farin: Naja, wir haben das halt einfach gemacht. Singen konnten wir nicht. Bei Soilent Grün hatten wir einen Sänger.. zwei sogar.
Bela: ..und haben dazu aber immer noch gesungen.
Farin: ..und wir haben immer noch gesungen, haben das nie ernstgenommen, daß wir irgendwie singen, und dann wollten wir auch bei den Ärzten eigentlich einen Sänger haben.
Bela: Da hatten wir auch einen Plan. Wir hatten eine Verabredung...
Vio [zu Farin]: Und, habt ihr jetzt einen?
[Alle lachen]
Bela: Wir hatten eine Verabredung mit einem Max Müller [? - unverständlich, Anm.d.A.]. Sahnie, Jan und ich waren halt im Übungsraum und haben eine Verabredung gehabt ... er war selber bei den Honkers [?] damals ... er sollte bei uns singen. Der ist aber nicht gekommen. Und dann haben wir halt selber gesungen. Songs hatten wir schon fertig. Wir hatten jedenfalls sehr viel fertig. Und ein paar Soilent Grün-Songs haben wir auch gespielt. Ja, und dann wollte Max halt zu Hause bleiben. Heute spült er bei Mutter ab,... Naja, er kann da zumindest nicht von leben.
Rod [lacht dreckig]
Bela: Aber immerhin ist er auch relativ berühmt in einer gewissen Szene.. Musikszene als Sänger. Also, er ist auch ein sehr netter Mann.
Vio [zu DocW]: Wer wohnt noch bei der Mutter?
DocW: Ist ja gar nicht wahr. Ich lebe in meinen Räumen im gleichen Haus.
Rod: ...und fickt seine Mutter...
[Alle lachen]
Farin: ...Schwester!
Bela [kopfschüttelnd]: ..fickt seine Mutter.. also...
Vio [zu Bela]: Hättest Du denn damals lieber vielleicht zehn Mark gekriegt? Ich meine, das ist ja so üblich, daß man, wenn man ungestört sein möchte, dem Bruder zehn Mark gibt oder...
Bela: nee, dann hätte ich ja dann in dem Haus da rumgesessen mit zehn Mark. Außerdem kann ich das, ehrlich gesagt, nicht mehr so nachvollziehen, ich fand das ganz aufregend, da in diesem Übungsraum zu sein, der rock'n'roll-mäßig war...
Rod: ...muffige Teppiche...
[Farin, Bela und Rod quatschen nun durcheinander..]
Farin: Eierpappen... [deutet Eierkartons an]
Bela: ...Teppiche an der Wand.. und das fand ich schon ziemlich aufregend. Für mich war das absolut... mann, das war ziemlich klasse. War ja auch nicht so häufig, also das hat halt wirklich noch ein Jahr gedauert, bis ich 14 war, und bis ich dann mal wirklich hin und wieder mal spielen konnte. Und ich glaub, mit 15 habe ich dann zum ersten Mal in so einer Art Schülerband gespielt, wo wir dann einmal die Woche geprobt haben, und mit 16 dann.. ja.. genau.. zum Schulabschluß hatte ich mein erstes Konzert überhaupt. Vor 700 Leuten. Das hat dann noch Jahre gedauert, bis ich wieder vor so vielen Leuten spielen konnte. Da habe ich auch schon gesungen am Schlagzeug. Und zwar 'my brandnew cadillac' und noch ein anderes Lied.
Rod: Die schönsten Übungsräume in unserer Karriere.
Farin: Ich hatte nicht soviele.
Rod: Meine ersten waren so der Slime-Übungsraum. Die waren damals sogar mit den Kworls [? - unverständlich, Anm.d.A.] in einem, da gab's immer Korn und Karlsquell. Da war immer Reste-Trinken, das war immer ganz klasse.
DocW [grinsend]: Das hört sich verführerisch an...
[Farin und Bela lachen]
Bela: Mein erster Übungsraum war bei Siemens. Da habe ich so kurz in dieser Band gespielt.. hm... im Siemens-Gebäude in Berlin. Und da gabs so eine Automaten-Cafeteria. Und dann immer.. waren wir immer im Trio... so'n paar Leute, und einer hat immer Schmiere gestanden, die anderen haben uns 'nen Schraubenzieher.....
Rod [lacht schmutzig]
Bela: ...war echt geil...
DocW: Gestanden hast Du schon immer?
Bela: Nee, erst bei den Ärzten, war die erste Band....
Farin: ..aber erst nach anderthalb Jahren, oder so...
Bela: Nee, nicht ganz, Farin, nicht ganz..... erst nach nem Konzert mit Shockabilly. War das letzte Konzert, wo ich im sitz.... also kurz danach bin ich dann aufgestanden.
Farin: Wir hatten noch...
Bela: Ja klar, wir haben noch bestimmte Gigs noch im Sitzen gespielt, weil's nicht anders ging, weil wir immer auf Festivals gespielt haben, wo dann halt ein Schlagzeug stand.
Farin: Der Auslöser war, glaube ich, mal ein Zeitungsbericht. Also ein Zeitungsartikel. Warte mal, wie hieß denn die Band, die 'tanz den makkaroni' gemacht haben.
Rod: ...so ne komische Band...
Vio: War das nicht irgendwas mit Bananentanz...???
Farin: Nee nee nee, die waren ja 'tanz den mussolini'. 'Tanz den makkaroni'... gabs ja irgendwie so eine deutsche Verarschungs-Band. Zwei von denen haben uns auch auf einem Konzert gesehen und haben gleichzeitig für irgendein großes Fanzine geschrieben oder irgendeine Tageszeitung, und die haben dann ein Konzert von uns gesehen und haben gesagt: der Schlagzeuger gehört nach vorne, muß Frontmann sein. Und dann beim nächsten Konzert hast Du gestanden.
Bela: Das war mein zweites Schlagzeug, was ich besessen habe, wo ich angefangen habe, zu stehen. Ein silbernes Schlagzeug, ein Metall-Schlagzeug von einer französischen Tochterfirma von Pearl, und ich habe... und zwar Matzke, unser damaliger Mixer nach'm Konzert vor Shockabilly, da habe ich mehr Ansagen gemacht als Du, wie man irgendwie auch übrigens bei diesem Konzert... zumindest bis zur Hälfte rede ich da fast nur, und Du, Jan, nicht, und da meinte jetzt unser Mixer irgendwie, Du mußt auf jeden Fall nach vorne, Du bist mit Frontmann. Und dann habe ich ... meinte ich: und zwar vielleicht könntest Du ja stehen oder so, beim spielen. Irgendwie sowas. Und das habe ich dann auch irgendwie komisch gefunden.. Slim Jim Phantom (Stray Cats)Und wir haben ja damals auch oft die Instrumente gewechselt und oft vorne gestanden, weil ich auch schon so den Frontmann ein bißchen machen wollte, und so. Und dann habe ich halt nach einem unerfreulichen Vorfall innerhalb der Band dann die Stray Cats gesehen und einen Stick von Slim Jim Phantom [s. Bild rechts, Anm.d.A.] gefangen, den ich immer noch besitze, in der ersten Reihe, wo ich mich noch mit nem Teddy-Boy rumgekloppt habe, um den zu kriegen, und, ja, der spielte im Stehen, und das fand ich so großartig...drei Typen in einer Reihe..dieses Front-Ding, nur daß Brian Setzer manchmal nach vorne gegangen ist, um so'n Dark-Voc zu sagen oder so, aber sonst haben die eigentlich immer auf ihrem Platz gestanden. Das fand ich so geil, dachte, das ist unsere Zukunft.
Farin: Und denn man.. beim Übungsraum.. wo nebenan so ein Auto-Schrauber war, und der hat uns dann geholfen, hat uns Sachen zusammengeschweißt. So Ständer hauptsächlich für die Stand-Tom, damit die so hoch kommt.
Bela: Das hat der dann gemacht. Aber vorher haben wir das dann schon mal einfach so probiert, und dann mußt Du halt immer ein bißchen gebückt spielen...
[Alle lachen]
Rod [sarkastisch-dreckig]: Spiel gebückt!!
[Dreckige Lache von Farin, Rod und DocW]
Bela: Da kommt auch mein Haltungsschaden her.
DocW: Das erklärt einiges.
Vio: Das Antriebsgestänge zum Beispiel.
Bela: Was?
DocW: Schon gut.
Bela: Nee, jetzt sag's! Soviel Zeit muß sein.
Vio: Das können wir nicht erklären. Du hast doch selber festgestellt, daß.... schon gut...
Bela: Was? Meine Haltung, oder was?
Vio: Nee. Das Antriebsgestänge.
Rod: Das Gehänge, meinst Du!
Vio: Nein, Gestänge!
DocW: Ihr habt noch nicht auf die Seite geguckt seit gestern abend?
[Farin, Bela und Rod verneinen mit Gesten, die in etwa sagen 'Wann denn, Du Socke!']
Vio [scherzhaft]: Ja, sonst wären wir, glaube ich, jetzt nicht hier....
DocW [lacht]: Ja, das kann passieren... Nein, es gibt da den Fa.R.I.N., den Fahrbaren Rasen...äh.. wie heißt der weiter??
Vio: Rasen-Instandhaltungs-Navigator. Ne.. Follautomatisch! Das werde ich noch ändern.
Farin: Was habt ihr eigentlich für Drogen so? Nur Alkohol oder auch andere.. so Ethanol..??? [dann sächsisch]: Inntrnät, Inntrnät...
[Vio, Rod und DocW lachen]
Farin: Ja, jetzt haben wir leider schon sieben.
Vio: Ja, Schluß.
Farin: Sogar schon nach sieben.
Bela: Gibt es noch eine wichtige...
DocW: ..eine wichtige Frage.. Wollt Ihr uns noch was fragen?
Vio: Ja. Fragt doch mal.
[Farin und Bela stutzen ein wenig]
Bela: Fühlt Ihr euch besser als die jüngeren, weil ihr älter seid... jünger, besser...???
Rod [zu DocW]: Wie läuft denn der Ältestenrat?
DocW: Läuft ganz gut eigentlich.. 35..34 Leute.. das ist so ein bißchen blöd, daß....
Vio: schon, ja..
Bela [unterbricht]: Nee, was ich fragen will.. ...ist das eine elitäre Geschichte, fühlt Ihr Euch 16jährigen über, oder irgendwas oder meint ihr, daß ihr in uns was anderes seht, als die in uns sehen?
DocW: Nein. Nee, neineinein.....
Vio: Ey, das war doch nur ein Test. Das war am Anfang echt alles nur Spaß. Ich wollte nur feststellen, (danke Rod, mir sind gerade beim Hören mit den Kopfhörern die Trommelfelle geplatzt. Scheiß Telefongebimmel!) ob daß wirklich nur so ne kurzen Leute gibt, die mich in der zweiten Reihe angucken, 'was will denn die Oma hier?' Das war nur eine Frage! Und aus lauter Jux hab ich ihm dann geschrieben 'Ja, da können wir glatt nen ganzen Club gründen bei den vielen Mails, die ich hier kriege!' Er:'Ja, machen wir doch!'
Bela: Was ich halt ziemlich scheiße finde, also nicht an euch, sondern allgemein, ist, daß die Leute immer sagen, 'Da sind doch nur Teenies da, bei euren Konzerten'. Ich sag denen dann, das stimmt halt einfach nicht, ihr geht....die Leute gehen ins Konzert und gehen so lange vor bis sie sehen können, bis sie gut sehen können. Und dann stehen sie in der sechsten.. siebten Reihe oder in der Pogo-Ecke und können gut sehen. Und da stehen dann... wir haben irre viel junge Leute. Wir haben jetzt auch gerade Kinder im Publikum, es wird auch die letzte Tour sein, wo wahrscheinlich viele Kinder im Publikum sind die alle nämlich nur 'Männer sind Schweine' hören wollen und total enttäuscht sind, wenn wirs dann jetzt nicht ausspielen werden....
Vio: Ja, dankeschön!
Bela: ...seit der Open-Air-Tour, und wir stehen zu dem Song, aber wir spielen ihn halt nicht aus, weil wir wollen nicht darauf reduziert werden dann auf das Lied. Und... also solche Massen an Kindern hatten wir noch nie und klar, daß das Publikum ab 13 oder eher ab 16 losgeht, aber wir und ich sehe ohne Ende Oberlippenbärte, ich seh irgendwelche Halbglatzen und sonstige im Publikum...
[DocW lüftet sein Hütchen, was eine kurze Pause und allgemeines Grinsen bewirkt....]
Bela: ...und das sind nicht alles Eltern. Klar, es sind auch Eltern da mit ihren Kindern, die stehen aber garantiert nicht da und... zumindest nicht alle und singen die Texte mit und so. Aber das is halt immer so ne Sache, daß wir das auf jeden Fall von der Bühne aus fast noch am besten sehen...
DocW: ja na klar
Bela: ...weil wir sehen ja wirklich alle. Wir haben also... unsere Blinder sind so eingerichtet, daß wir übers ganze Publikum sehen können, wenn wir wollen.
Vio: Es is nun mittlerweile auch so, daß ich von Verwandten oder von Freunden halt angesprochen werde 'Was DU bist Ärzte-Fan? In Deinem Alter?'
Bela: Naja, was ne furchtbare Sache ist, die wir auch früher schon gehört haben 'Naja, früher hab ich auch Ärzte gehört. Jetzt bin ich zu alt dazu!' Das hörste dann von irgendjemand, der ist 20. 'Was bist denn Du für einer? Na okay, was hörst'n jetzt für erwachsene Musik?' - 'Ja, ich hör jetzt Rammstein!' - 'Ah. Cool, sehr erwachsen!' ...Und... ich meine... das ist halt so... weißte, das ist halt so ein Ding, also... Wir sind halt auch ne Einstiegsdroge für viele Leute, die z. B. härteren Punkrock oder härtere Musik (Punkrock is also gar keine Musik? Anm. d.Ä-Rat) dann später hören und die dann sagen 'klar'.. oder behaupten, daß es unreif war, zeitig eben. Aber da muß man halt mit leben, Musik is halt Geschmackssache.
DocW: Zwei kurze Sachen noch... Seht Ihr die Hosen als Konkurrenz, oder...?
Rod: Feinde! Wir sind die größten Feinde!
[Vio lacht]
Bela: Die Hosen sind halt.. mit uns ein Reibungspunkt. Beide Bands reiben sich aneinander. Letztendlich haben beide Bands nichts miteinander zu tun.
Farin: Reibung erzeugt Wärme, und deswegen....
Vio [lachend]: ...die große Liebe...
Bela: Letztendlich haben beide Bands nicht viel miteinander zu tun, außer daß wir deutsch singen und daß wir ein ähnliches Publikum ansprechen. Bei uns sind es mehr Mädchen, bei denen sind es mehr Bundeswehrsoldaten.
[DocW lacht]
Bela: Nein, die Hosen haben tatsächlich eine größere Kneipenkompatibilität als wir. Merkt man ja bei der B-Seite 'Saufen'. Wie jetzt ja auch irre viele Leute von diesem.. wie ja auch bei uns sind viele von den Hosen-Leuten zu uns sagen: Euer bester Song jemals, und so. Aber ich meine.. mit denen ists halt wie mit allem: Wir meinen, die machens falsch, die meinen, wir machens falsch. Letztendlich wissen wir, daß beide Bands das irgendwie richtig machen müssen, denn wir verkaufen gleich viel Platten. Die eine Band behauptet, daß sie mehr Platten verkauft. Wir behaupten, die beste Band der Welt zu sein. Was soll's letztendlich? Aber irgendwie so eine Konkurrenz gibt es immer, so einen Kontra-Part gibt's immer, und der muß sein, und wir haben uns halt damit abgefunden und findens eigentlich auch ganz lustig, vor allen Dingen, wenn wir uns dann treffen und uns angrinsen... dieses Krokodilgrinsen. [Farin grinst über alle 144 Zähne im Kreis] Einer der wenigen Momente, wo man die Toten Hosen mal grinsen sieht, das können sie ja sonst nicht [Rod lacht]. Das einzige, was ich an denen nicht gut finde, ist, daß die wirklich eigentlich super-ernst sind alle. Und...
Rod: Ich sag Campino, was Du da gerade gesagt hast [geht mit Telefon und Grinsen uff de Backen raus].
Bela: Die tragen diese bunten Klamotten. Und können halt eigentlich diesen Spaß nicht vermitteln, diesen Spaß nicht finden. Das finde ich komisch.
[Tür geht auf, Belas Backliner Brian kommt rein und führt Belas Halloween-Maske für's Konzert vor]
Farin [laut]: JOU! Haste't jetz jebastelt? ... Echt? .. Gaiel! ... Nehm ick!
[Die Managerin kommt rein]
Managerin: Die mature Ärzte-Fans, wie lang sollen sie noch hierbleiben [lachend]?
Farin [zu DocW]: Eine Frage hattest Du noch...
Bela: Die gehen jetzt.
Managerin [wiederholt]: Die gehen jetzt. Aha. [und geht ab]
DocW: Eine letzte Frage. Und zwar: 'Männer sind Schweine..' - war der Text immer schon so, oder...?
Farin: Nein. Es gab drei Versionen. Also, ich habe das Lied auf einer Reise geschrieben. Als mir die Melodie eingefallen ist, hatte das einen englischen Text gehabt. Nee, Blödsinn! Einen deutschen Text.
Bela [nach kurzem Grübeln]: Das hat noch niemand gefragt. Echt. Echt jetzt!
DocW: HA! [erfreut ob dieser Feststellung]
Vio: Warum gibt's eigentlich....
Bela [unterbricht Vio]: Warte mal jetzt...
DocW [unterbricht sie auch]: Moment, Moment, Moment.. Laß ihn mal eben ausreden. Das interessiert mich schon, weil - er hatte mal in einer Mail was von 'Geldschweinen' geschrieben....
Farin: Dann gab es einen sehr geschmacklosen Text über Lady Diana. Weil, das ist da gerade so passiert, als ich unterwegs war. Wie war das... 'Paris ist eine schöne Stadt, wenn man mal was zu vögeln hat'. Halt so richtig böse, der Text.... auch ein bißchen geschmacklos.. da dachte ich aber...
Rod: primitiv auch...
Farin: Neenee.. das war schon... 'Da fragt der Papparazzi sich: hat sie jetzt, oder hat sie nicht?'.. ein paar schöne Reime drin.
DocW [lacht]
Vio [grinsend]: Das ist schön...
Farin: Irgendwie hatte ich da eine Strophe und einen lustigen Refrain, und da dachte ich so 'nee, das letzte Lied war über Grace Kelly und die hat mir wirklich nichts bedeutet und Diana geht mir so am Arsch vorbei, die hat halt nur noch genervt, selbst in Afrika hat man überall 'candle in the wind' gehört.
Dann hatte ich einen Text über arbeiten. Also, besser: über nicht-arbeiten. Da dachte ich aber, wenn ich ein Lied darüber schreibe, wie cool das ist, arbeitslos zu sein, regen sich wieder alle Leute auf... aber ich wollte unbedingt was aus dieser Melodie machen. Also, ich hatte die gesamte Melodie, also alle Instrumente hatte ich fertig im Kopf. Und dann bin ich irgendwann aufgewacht.. weil die Melodie ist halt nii-nii-nii-nie-nieeee [summt den Refrain von Männer sind Schweine]. Und nachdem war es klar [schnipst mit den Fingern]: Männer sind Schweine. Und dann der restliche Text von dieser Zeile aus waren 10 Minuten.

DocW: Ja.. Sowas passiert mir auch. Aber das hört nie einer...
[allgemeines Grinsen bei Vio und Doc]
DocW: Das ist der kleine Unterschied.
Vio: Na, dafür gibts ja jetzt den Ä-Rat, da verteilst Du dann Deine CDs.
DocW: Nee, ist klar...
Farin [lacht]..... Ja und dann war mir auch klar, daß das irgendwie ... daß das auf jeden Fall ein okayes Stück würde, als ich den Text fertig hatte
DocW: Nur: Jedesmal, wenn irgendwie über GV gesprochen wird, kommt [Falsett]: Männer sind Schweine...
Farin [grübelt, dann..]: GV? Geldverteilung???
Bela: Das hat Dimensionen angenommen, die wir echt nicht absehen konnten. Er hat eine Mail bekommen, daß bei der Bundeswehr der Schießbefehl beim Schießtraining war...
Farin: 'Leg an, Männer sind Schweine!' - Feuer! ........ Nee: Männer sind .. [F. schlägt die Hacken nun zusammen] .. Schweine.. so war das.
Bela: Daß 'Männer sind Schweine' dieses Jahr der Oktoberfest-Wiesn-Hit war, obwohl sich viele Kapellen geweigert haben, den Song zu spielen....
Farin: ...war das trotzdem das meistgespielte Stück, was sie auf dem Oktoberfest gespielt haben.
Bela: Angefangen hat es mit dieser Ballermann-6-Anfrage, die wir abgelehnt haben...
Vio: Ich hab's neulich gehört, ja....
Bela: Der Song war so wichtig für die, daß die halt eine andere Band haben das Ding nachspielen lassen, und das ist auch ein Novum. Weil - also normalerweise bei diesen Samplern.. wenn Du dann eine Ablehnung kriegst, wenn Papa Bear sagt: Nö, ihr kriegt meinen Nr.1-Hit nicht, dann.. wobei Papa Bear das nicht tun würde, aber dann sind wir halt nicht drauf. Und in dem Fall war's halt extrem wichtig für die Ballermann-Gesellschaft. Und da sehen wir uns nun wirklich gar nicht. Also, da waren wir auch immer stolz drauf, nicht zu sein. Auf der anderen Seite ist das halt ein genialer Song. Ich mein.. die Botschaft ist so simpel.. die Leute verstehen das nicht. Ich meine auch diese ganzen Paschas, die spätestens in der dritten Strophe beschrieben werden, die checken das offenbar auch nicht, daß das so eigentlich eine ziemlich traurige Wahrheit ist, die da besungen wird...
Farin: Ja, also.. hätten wir gewußt, was daraus überhaupt wird, hätten wir das Lied wahrscheinlich einfach an jemand anderes gegeben, oder sowas....
Vio: An 'pieper' verkauft oder so...
Bela: Es ist halt in diesem Jahr so, und wenn es im nächsten nicht unbedingt ein nächstes 'Männer sind Schweine' gibt, was nicht sein kann, weil wir nächstes Jahr nur eine Live-Platte rausbringen..... ... ... Niemand ist so vergeßlich, wie Hit-Publikum......
[alle: "genau..."]

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